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Otto-Lilienthal Museum

Ein Otto-Lilienthal-Museum – warum in Anklam? Anklam ist Lilienthals Geburtsstadt.

Am 23. Mai 1848 wurde er in der Peenstraße geboren und in der Nikolaikirche getauft. Er hat das ebenfalls noch existierende Gymnasium besucht, aber auch bereits flugtechnische Experimente und Vogelstudien durchgeführt. Später, nach seiner Ausbildung in Potsdam und Berlin zum Maschinenbauingenieur, siedelte er sich in Berlin und Lichterfelde (damals bei Berlin) an.
Am 10. August 1896 starb er an den Folgen eines Flugunfalls in Berlin.

Seit wann?

Als eigenständiges Museum öffnete das Haus 1991 aus Anlass von ”100 Jahren Menschenflug”. Es ging aus einer Abteilung des damaligen „Heimatmuseums ‚Otto Lilienthal'“ hervor. Der Aufbau des Museums wird bis heute aus Bundes- und Landesmitteln unterstützt und auch durch Nachfahren des Flugpioniers gefördert.
Das Museum wurde 1996 durch die „Fédération Aéronautique Internationale“ als „FAI rocognized Museum“ geehrt und erhielt 1999 als erstes ostdeutsches Museum den Titel „European Museum of the Year Award – Special Commandation“.

Seit 2001 ist das Museum in die Liste der Museen von gesamtstaatlicher Bedeutung des „Blaubuches“ der Bundesregierung aufgenommen. Im Jahr 2006 wurde es ein „Ausgezeichneter Ort“ im Rahmen der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“.
Heute ist das Personal-Museum internationale Referenz zum Thema „Lilienthal“, wie auch in der vielsprachigen online-Enzyklopädie wikipedia deutlich wird.

Replika aus der Museumswerkstatt hängen in verschiedenen Museen und im Headquarter der Internationalen UN-Zivilluftfahrtorganisation ICAO in Montreal. Von Lilienthal in Deutschland führte der Weg der Luftfahrtgeschichte direkt zu den Gebrüdern Wright in den USA, wo das Museum im Jahr 2011 Deutschland bei der Veranstaltung „Soaring100“ repräsentierte. Deshalb wird in der Nikolaikirche, dem Zukunftsprojekt „Ikareum“ des Museums, u. a. auch ein „Wright Flyer A“ ausgestellt. Was ist Thema des Museums?

Das Haus versteht sich als ”technisches Personalmuseum”. Es erzählt Luftfahrtgeschichte, jedoch mit einer – sich von anderen Luftfahrtmuseen unterscheidenden – Schwerpunktsetzung: Im Zentrum steht nicht Geburt und Entwicklung des Flugzeugs, sondern der Wendepunkt von der Kulturgeschichte des Menschenflugs zur Technikgeschichte des Flugzeugs. Das Flugzeug ist damit nicht nur ”Erfindung”, technische Innovation, sondern für Lilienthal war es ein ”Kulturelement”. Lilienthal hat den uralten und ewig jungen Ikaridentraum mit dem vom ewigen Frieden verbunden.

Nur den ersten Teil ist Wirklichkeit geworden: loszulaufen, die Flügel auszubreiten und den Boden unter den Füßen zu verlieren. Die Geschichte dieses Minimalflugprinzip reicht von Ikarus über Lilienthal zur Entwicklung des Deltaflügels des NASA-Ingenieurs Francis Melvin Rogallo. Unser heutiges Flugzeug ist nur ein Kind dieser alten Idee.

Die wichtigsten Exponate?

Den Schwerpunkt der Ausstellung bilden die ca. 14 unterschiedlich genau überlieferten Flugzeugkonstruktionen Lilienthals, darunter die erste Serienproduktion eines Flugzeugs in der Geschichte überhaupt, der „Normalsegelapparat“.
Weltweit sind nur von zwei Modellen Originale erhalten.
Die gegenständliche Rekonstruktion des Flugzeugbaus Lilienthals unter Auswertung aller in Archiven und Museen verschiedener Länder verfügbaren Quellen war ein Anliegen des Museums.

Otto-Lilienthal-Museum, Ellbogenstraße, Anklam, Deutschland
53.85364
13.704439999999977
Otto-Lilienthal Museum